Gewohnheiten: Steter Tropfen höhlt den Stein

Das Sprichwort „Steter Tropfen höhlt den Stein“ sagt aus, wie Gewohnheiten selbst hartes Material wie z.B. Steine, verändern können.

Gewohnheiten steuern zu einem hohen Prozentsatz das Leben. Das was ich immer und immer wieder mache, wird mit der Zeit ein Selbstläufer, der automatisch abläuft. Gewohnheiten produzieren die Ergebnisse, die ich in meinem Leben sehe. Das Schöne daran ist, dass Gewohnheiten verändert werden können und somit auch die Ergebnisse.

Wenn ich das Hamsterrad verlassen möchte und mehr Zeit für das haben möchte, was ich liebe, ist es sehr hilfreich sich mit neuen Gewohnheiten auseinanderzusetzen:  Möchte ich andere Ergebnisse in meinem Leben sehen, muss ich andere Dinge tun, wie bisher.

 Eine neue Gewohnheit zu installieren braucht Zeit

„Steter Tropfen höhlt den Stein“ deutet schon an, dass dies nicht von heute auf morgen geschieht. Es braucht eine gewisse Zeit bis eine Gewohnheit zur automatischen Routine wird, welche dann kaum mehr eine Willensanstrengung braucht. Beispiel Zähne putzen: Man macht es einfach, ob man nun Lust dazu hat oder nicht. Es kann durchaus mehrere Wochen oder auch Monate dauern bis eine neue Gewohnheit nahezu vollautomatisch abläuft.

 Eine neue Gewohnheit zu installieren braucht Wiederholung

Wenn sich Veränderungen im Leben zeigen sollen, muss eine neue Gewohnheit zu einer stetigen Gewohnheit werden.

Eine der sichersten Methoden um sich eine neue Gewohnheiten dauerhaft und erfolgreich anzueignen ist, mit kleinen Veränderungsschritten zu starten und diese langsam aber stetig zu steigern. Die Betonung liegt auf langsam und stetig. Das hat so einige Vorteile:

  1. Es schont den Willenskraft-Akku. Das ist enorm hilfreich, denn ein gut gefüllter Willenskraft- Akku macht das Dranbleiben und umsetzen leichter.
  2. Beugt Überforderung vor. Überforderung kann wie ein mächtiger Bremsklotz wirken und den Motor der Motivation schnell zum Stillstand bringen. Dadurch werden wichtige Dinge gerne endlos lange hinausgeschoben. Aufschieberitis lässt grüßen.
  3. Kleine Schritte erleichtern das Herausgehen aus der Komfortzone. Das Heraustreten aus den gewohnten Mustern kann zunächst recht unbequem sein. In der persönlichen Komfortzone zu bleiben vermittelt ein Gefühl von Sicherheit, denn dort kennen wir uns aus. Mit kleinen Schritten fällt es leichter diese Zone nach und nach zu erweitern
  4. Kleine Schritte erhöhen die Chancen auch langfristig dranzubleiben. Kleine und regelmäßige Schritte kosten weniger Energie, als zu schnelle Sprints. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit auch dran zu bleiben. Neue Gewohnheiten zu installieren ist eher ein Langstreckenlauf als ein Kurzrennen.
  5. Kleine Schritte trainieren den Veränderungsmuskel auf sanfte Weise. Das ist hilfreich um nicht ausgelaugt zu werden. Ist man ausgelaugt, wird man anfälliger, in die alten Verhaltensmuster zurückzufallen.
  6. Kleine Schritte schaffen mit der Zeit automatische Erfolgserlebnisse. Dies wirkt sich motivierend auf weitere Schritte aus. In der Regel ziehen Erfolgserlebnisse weitere Erfolgserlebnisse nach sich. Hier kann eine Aufwärtsspirale ihren Lauf beginnen.
  7.  Last but not least: Kleine Schritte helfen, den Spaß an der Veränderung nicht zu verlieren. Spaß und Freude am Veränderungsprozess zu haben, erleichtert diesen ungemein. Mit kleinen, pfiffigen Schritten fällt das leichter.

 Eine  pfiffige Vorgehensweise erleichtert den Veränderungsschmerz

Dazu fällt mir eine Geschichte ein die ich vor Jahren gelesen habe:

Herr Stab, Dirigent eines kleinen Dorftheaters, ist der Meinung, dass das Klavier auf der rechten Seite des Konzertsaales besser zur Geltung kommen würde. Aber das Publikum ist anderer Meinung und möchte unbedingt, dass das Klavier auf der gewohnten Stelle stehen bleibt. Alle Versuche des Dirigenten scheitern, das Klavier auf die andere Seite zu stellen.

Nach Jahren bekommt der Dirigent eine Stelle im Ausland angeboten und ein neuer Dirigent kommt ins Dorftheater. Auch dieser ist der Meinung, dass das Klavier auf der gegenüberliegenden Seite besser zur Geltung kommen würde…

Nach einem Jahr kommt der frühere Dirigent zu Besuch und stellt erstaunt fest, dass das Klavier nun auf der rechten Konzertsaalseite steht. Überrascht fragt er den neuen Dirigenten wie er denn das geschafft habe. Dieser antwortete: Es war ganz leicht: Ich habe das Klavier einfach jede Woche ein paar Zentimeter in die gewünschte Richtung geschoben.

Eine schöne Metapher die beschreibt wie klitzekleine Veränderungen, regelmäßig durchgeführt,  Ergebnisse hervorbringen, die man sich wünscht. Und das ganz ohne Stress. Nur Ausdauer. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Motivation: Was hilft mir eine neue Gewohnheit dauerhaft in meinen Alltag einzubinden ?

Der Mensch möchte Schmerz vermeiden und Freude gewinnen. Das sind sehr starke Motivatoren um etwas im Leben zu verändern. Deshalb ist es sehr hilfreich sich Fragen zu stellen.

Hier ein paar Anregungen dazu:

– Warum möchte ich mir die neue Gewohnheit aneignen ? Welches Ziel möchte ich dadurch erreichen ? Was begeistert mich an diesem Ergebnis, welche die neue Gewohnheit mit sich bringt ?

-Ich mache mir intensiv bewusst, welches Ergebnis diese neue Gewohnheit in mein Leben bringen wird. Desto lebendiger ich das mache, desto höher steigen die Chancen die Veränderung zu starten und auch durchzuziehen.

-Ich überlege welche schönen Resultate mir entgehen, wenn ich diese neue Gewohnheit nicht baldmöglichst anfange und durchziehe.

-Welche negativen Folgen und Verluste könnte es für mich haben, wenn ich diese neue Gewohnheit nicht starte ?

Hier eine Tabelle als Vorschlag zum Ausfüllen:

Diese neue Gewohnheit möchte ich in mein Leben bringen:

 

 

Warum möchte ich mir die neue Gewohnheit aneignen ? Welches Ziel möchte ich dadurch erreichen ?

 

 

Nachteile, wenn ich diese Gewohnheit NICHT  einhalte:

 

Vorteile, wenn ich diese Gewohnheit dauerhaft installiere:

 

 

 

 

Es ist hilfreich diese Antworten regelmäßig, am besten täglich, anzuschauen.

 

Welche positiven Gewohnheiten hast du, die dir Ergebnisse bringen die du dir wünscht ? Teile sie im Kommentarfeld mit uns.