5 Schritte was Brot backen mit dem Hamsterrad verlassen zu tun hat

Was ist ein Hamsterrad ?

Ganz krass könnte man es so beschreiben: Man rennt im Viereck, ähmm, Kreis herum und kommt trotzdem nicht vorwärts. Man rennt und rennt und rennt und kommt doch nicht dort an wo man eigentlich hin möchte.

Umgangssprachlich hat sich das Wort “Hamsterrad” als Synonym für einen nicht geliebten Alltagstrott einen Namen gemacht. Wer schon mal einem Hamster zugesehen hat wie er unermüdlich Runde um Runde in seinem Laufrad dreht ohne irgendwie vorwärts zu kommen hat ein eindrucksvolles Bild vor Augen.

Das sogenannte Hamsterrad mag für jeden eine andere Bedeutung haben. In einem ungeliebten, auslaugenden Job verharren. Einen Alltag zu haben der einen permanent langweilt und unterfordert. Oder sich in einem Kreislauf von Dauerstress gefangen zu fühlen. Oder den Eindruck zu haben weit weg von seiner Berufung und seinen Träumen zu agieren. Ein Hamsterrad kann auch eine Gewohnheit sein, die wir ändern wollen aber irgendwie nicht schaffen. Manche Hamsterräder erwecken auch den Eindruck, dass das Laufrad mit einer Zeit- und Energiefresser-Mechanik verknüpft zu sein scheint.

Der Begriff Hamsterrad ist vielschichtig und dehnbar. Es mag große und kleine Hamsterräder geben, schnelle und langsame. Welche die auslaugen und manche die einfach öde langweilig sind. Manche Hamsterräder sind bequem ausgestattet, aber man hat irgendwie das Gefühl, dass es keinen richtigen Sinn macht seine Runden darin zu drehen.

Wie immer das Hamsterrad auch aussieht, so mancher hat den Wunsch, es verlassen zu wollen.

Was hat nun Brot backen mit dem Hamsterrad verlassen zu tun ?

Möchte ich Brot oder einen Kuchen backen, brauche ich die geeigneten Zutaten: Mehl, Hefe, Gewürze ect, eine Backform und natürlich einen Backofen.

Wenn ich nun alle Backzutaten habe, aber weder einen feuerfesten Behälter oder Backblech wird das Vorhaben sehr schwierig. Habe ich nun alle Backzutaten und sogar ein Backblech, aber keinen Backofen wird das ganze Brot backen nicht funktionieren. Ich kann mir noch so große Mühe mit dem Rezept geben und alles exzellent vorbereiten: Ohne Backofen wird es kein lecker duftendes Brot geben.

Diese Metapher kann ich auch auf das Hamsterrad verlassen übertragen: Ich kann mir alles zurechtlegen, was ich zum Hamsterrad verlassen brauche. Ich kann mir in den schönsten Farben und mit den intensivsten Gefühlen vorstellen, wie fantastisch es außerhalb des Hamsterrades ist: Wenn ich nicht ins Handeln komme, wird es nicht funktionieren.  Es ist Beides wichtig: Die geeigneten Zutaten und der Backofen.

Im Gegenzug ist es dasselbe: Ich kann den Backofen auf die ideale Temperatur einstellen. Ich kann die Zutaten und die Backform zurechtlegen. Nehme ich jedoch die falschen Zutaten und das auch noch in einem ungünstigen Verhältnis, wird das mit einem lecker schmeckenden Brot oder Kuchen nichts werden.

Ähnlich sehe ich das auch mit dem Hamsterrad verlassen: Es ist eine komplexe Angelegenheit. Wäre das Hamsterrad verlassen eine einfache Sache, wären nicht so viele Menschen darin gefangen.

Hier fünf Schritte, welche zu einem gelungenen Brot, sprich Hamsterrad verlassen, hilfreich sind:

Schritt 1: Was möchte ich ?

Zunächst muss ich wissen, welches Brot bzw. welchen Kuchen ich backen möchte. Wenn ich nicht weiß was ich möchte wird es schwierig ein geeignetes Rezept zu finden. Das Projekt Brot backen wird dadurch bereits im Keim erstickt. Ich kann nicht einmal die Backzutaten kaufen, weil ich nicht weiß welche ich brauche.

Wie kann ich das Hamsterrad verlassen, wenn ich nicht weiß wo ich stattdessen hin möchte ?

Aus diesem Grund ist es hilfreich sich mit grundlegenden Fragen auseinanderzusetzen. Sich selbst konstruktive Fragen zu stellen ist äußerst hilfreich um gewünschte Veränderungsprozesse in Gang zu setzen.

-In welche Richtung möchte ich mit meinem Leben ? Welchen Lebensstil möchte ich kreieren ?

Ein Beispiel von einer Zugreise kann das bildlich veranschaulichen: Wenn ich am Bahnhof stehe und nicht weiß wohin die Reise gehen soll, wird es schwierig eine Reiseroute zusammenzustellen und in den entsprechenden Zug einzusteigen.

Selbstverständlich kann ich mir auch ein Pauschalticket kaufen, in den nächstbesten Zug einsteigen und mich überraschen lassen wohin die Reise geht und wie es am Endbahnhof so aussieht.

-Was sind meine  Werte und Wünsche  ?  Was ist mir ganz besonders wichtig ?

Ich kann mir aber auch ganz gezielt ein Reiseziel aussuchen.  Ein Ziel das meinen persönlichen Begabungen und Interessen entspricht.  Wo ich etwas besichtigen kann das meinen Horizont und mein Wissen erweitert. Eindrücke sammeln die mein Leben bereichern und verschönern. Ein Ziel wo ich meine Fähigkeiten verbessern oder neue dazulernen kann. Ein Ziel das mich erfüllt. Das auch genügend Raum für Erholungspausen hat.

Dann kann ich diese Reise in Ruhe planen. Informationen einholen. Leute nach deren Erfahrungen fragen die diese Reise schon gemacht haben. Die Finanzierung der Reisekosten sicherstellen. Möchte ich Jemanden mitnehmen, wen ja wen ? Hindernisse wie Zugverspätungen einkalkulieren.

Das Hamsterrad verlassen ist ein bisschen wie eine schöne Reise zu planen und dann durchführen. Nur meistens umfangreicher.  Die “Hamsterrad verlassen-Reise” kann damit beginnen, mir darüber im Klaren zu werden was mir wirklich wichtig ist. Das ist schon mal ein wichtiger Schritt um mit der Reiseplanung zu beginnen.

Was hat Brot backen mit dem Hamsterrad verlassen zu tun ?

-Welche Träume und Begabungen schlummern schon lange tief in mir ?

Was habe ich mir immer schon gewünscht ?  Diese Frage kann auch dazu beitragen die Zielrichtung herauszuarbeiten. Es gehört zu den erfüllensten Dingen im Leben, in seiner einzigartigen Talente-und Gabenkombination sich und anderen das Leben zu verschönern und zu bereichern.

-Eine weitere wichtige Frage: Welche Situation trägt am meisten dazu bei, dass ich das Gefühl habe im Hamsterrad herumzurennen ?

Welches ist mein größter Schmerz im Hamsterrad ?  Inwieweit würde das mein Leben entspannen und bereichern, wenn ich eine Lösung für diesen Schmerz finden würde ?

-Was tun, wenn mir kein Ziel einfällt?

Wenn ich nicht weiß was ich möchte, kann ich das “Gegenteil-Prinzip” anwenden: Alles aufschreiben was ich NICHT möchte und dann das Gegenteil dazu aufschreiben..

Schritt 2: Finde ein Rezept das funktioniert

Was hat Brot backen mit dem Hamsterrad verlassen zu tun ?

Zurück zum Brot backen. Wer noch nie ein Brot gebacken hat, wird ein Backrezept mit einer Anleitung brauchen.  Beim Thema  Hamsterrad verlassen bedeutet das:

-Ich suche mir bewährte Strategien, welche mein Problem lösen.

-Ich halte nach Rezepten Ausschau, welche für mich machbar sind.

-Ich fange mit einfachen Rezepten an und gehe dann zu den komplizierteren über. Sich zu überfordern führt manchmal dazu, dass man zu schnell wieder aufgibt und alles beim alten bleibt.

-Ich mache einen Schritt nach dem anderen. In einem Tempo das mir gut tut.

Schritt 3: Bereite die nötigen Zutaten vor

Habe ich ein ansprechendes Backrezept gefunden, wird die Sache schon konkreter: Ich organisiere die benötigten Zutaten in der angegeben Menge. Ich stelle sicher, dass die erforderlichen Geräte und Utensilien bereitstehen.

Beim Hamsterrad verlassen kann das bedeuten:

-Ich notiere mir meine Vorgehensweise schriftlich.

-Ich organisiere was ich zur Durchführung brauche.

-Ich gehe gedanklich immer wieder meine Handlungsschritte durch. Das wird mein Unterbewusstsein motivieren.

Desto präziser und überschaubarer die Einzelschritte sind, desto höher steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich mein Rezept auch umsetze.

Schritt 4: Komme ins Handeln

Ich setze das Brotback- Rezept um. Ich stelle den Backteig her indem ich die Backzutaten in der geeigneten Reihenfolge hinzufüge. Dann schiebe ich die Backform in den Ofen und backe den Inhalt bei der empfohlenen Temperatur und Dauer.

Wenn ich nicht ins Handeln komme werde ich nie ein selbst gebackenes Brot genießen können. So verhält es sich auch mit anderen Zielen: Möchte ich sie erreichen muss ich ins Handeln kommen. Weder die Zutaten noch der Teig kommen einfach so zustande. Es kann durchaus anstrengend sein ein geeignetes Rezept zu finden, die Zutaten einzukaufen und den Teig rühren. Wenn ich jedoch gerne ein selbst gebackenes Brot möchte werde ich mich aufraffen und die nötigen Schritte gehen. Desto stärker das warum ist, desto stärker  wird die Umsetzungs- Motivation.

Auch jammern und klagen wird nicht dafür sorgen, dass der Brotteig  in den Backofen kommt. Ich kann mich bemitleiden oder andere beschuldigen, aber auch das wird den Brotteig nicht in den Backofen bringen.

Bei manchen Projekten kann ich auch überlegen ob ich sie delegieren kann und möchte. Selbstverständlich kann ich auch jemanden beauftragen mir die Zutaten einzukaufen und den Teig zu rühren.

Auf das Hamsterrad verlassen kann das bedeuten:

-Ich führe konkrete und zielführende Handlungen aus. Das ist in der Tat weitaus schwieriger und aufwändiger als ein Brot backen. Vom Prinzip her ist es dennoch dasselbe. Einer der größten Bremsklötze ist: Nicht zu beginnen.

-Ich konzentriere mich auf eine Tätigkeit

Wenn ich während dem Brotteig mischen nebenher noch staubsauge, das Gefrierfach abtaue, Mails beantworte und ein Telefonat führe besteht die Gefahr, dass weder der Brotteig noch die Mails  so gut gelingen wie sie könnten. Das Beispiel ist etwas überspitzt dargestellt und doch illustriert es, dass wir uns manchmal selbst jagen.

 

Um beim Beispiel Brot  backen zu bleiben:  Habe ist erst einmal angefangen, die ersten Zutaten in die Backschüssel zu geben, wird mich das sehr motivieren auch den Rest zu machen. Selten hört man mitten im Teig mischen einfach auf.

Zugegeben, bei komplexeren Vorhaben wie beispielsweise Gewohnheiten dauerhaft zu ändern, ist das nicht ganz so einfach.Doch auch hier fängt alles mit dem ersten Schritt an.

Auch kleine Erfolge sind Erfolge. Wenn sich das Hamsterrad auch nur ein kleines bisschen langsamer dreht ist das schon ein Fortschritt. Und auf diesem Fortschritt kann ich aufbauen: Ich kann herausfinden welche weitere Stellschraube ich drehen muss, dass es noch ein Stückchen langsamer wird. Bis es irgendwann  so langsam wird, dass ich bequem aussteigen kann.

Kommen wir nun zum 5. Schritt, was Brot backen mit dem verlassen des Hamsterrades zu tun hat.

Schritt 5: Genieße und feiere deine Erfolge

Wenn das Brot fertig gebacken und abgekühlt ist kann ich es genießen. Alle Anstrengungen und Arbeit finden hier den Höhepunkt: Ich habe das gewünschte Resultat erreicht und kann nun die “Früchte” meines Handelns ernten. Ich genieße das Ergebnis !

Es macht wenig Sinn ein Brot zu backen und es dann in die Ecke stellen und nie wieder anzurühren.

In Bezug auf das Hamsterrad verlassen kann das heißen:

-Ich erinnere mich abends an meine Fortschritte des Tages und freue mich darüber. Das kann ich zu einem täglichen Ritual machen. Beispielsweise während dem Zähne putzen oder kurz vor dem einschlafen.

– Erfolgstagebuch schhreiben und  täglich einen Fortschritt  notieren. Auch wenn es nur ein kleiner Fortschritt ist. Das hilft mir in weiterer Folge fokussierter zu bleiben. Es kann mich unterstützen am Ball zu bleiben.

Das Hamsterrad verlassen ist ein Entwicklungsprozess. Es geht selten von heute auf morgen. Es hat etwas mit einer persönlichen Entwicklung, mit innerem Wachstum zu tun. Die Komfortzone verlassen und Handlungsschritte durchführen, die mich in die gewünschte Richtung bringen.

Das waren meine Gedanken zu der Metapher: Was hat Brot backen mit dem Hamsterrad verlassen zu tun ?

Ich wünsche dir alles Gute und dass du ein Leben führen kannst das dich erfüllt und dir gefällt.

Herzliche Grüße  Lydia


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